Seitdem Video so einfach übers Internet verbreitet werden konnte und auch Fernsehen ständig abgerufen werden kann, hatten Radiosender und Hörbuchproduzenten befürchtet, das Medium Audio sei dem Niedergang nahe. Doch dem ist nicht so. Ein neues Medium hat Audio wieder attraktiv gemacht und damit auch den anderen Audiomedien geholfen: Podcasts. Darunter versteht man in Episoden gegliederte Audioinhalte, die man abonnieren und dann auf einem Smartphone oder einem MP3-Player anhören kann. Zwei Vorteile sind von besonderer Bedeutung: Man kann sie downloaden und damit überall hören und jeder mit einem Mikrofon kann Podcasts selbst machen. Seit der Erfindung der Podcasts im Jahr 2004 durch Dave Winer und Adam Curry sind alleine in Deutschland mehrere tausend Podcasts entstanden. International geht die Zahl in die Millionen. In den USA haben sich mittlerweile Podcaster in Firmen zusammengeschlossen, die auch in der Lage sind, große Werbeverträge abzuschließen. Immer mehr Podcaster können sogar von den Einnahmen aus ihren Podcasts – in der Regel Werbung und Sponsoring – ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Podcasts gibt es zu fast jedem Thema

Das Spektrum der Podcasts ist breit, es gibt wie bei den Blogs eigentlich keine Beschränkungen. Das Radio für jedermann hat seinen eigenen Stars hervorgebracht, wie die Münchnerin Annik Rubens, die wöchentlich ihre mehrere tausend Fans mit ihrer Stimme und Geschichten verzauberte, wenn sie schlaflos aus München berichtete. Heute sind auch Promis wie der Moderator Conan O’Brian mit einem eigenen Podcast vertreten, und sogar Regierungsorganisationen haben sich dieses Mediums angenommen.

Geholfen hat der Verbreitung der Podcasts (das Wort stammt vom iPod ab), dass die Firma Apple sie sehr schnell in das iTunes-Angebot als eigene Rubrik aufnahm. Somit konnte sich auch der kleine Podcaster von nebenan einem weltweiten Publikum präsentieren.

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