Wer im Kino einen der Weltuntergangsfilme oder einen Blockbuster aus dem Marvel-Universum anschaut, wird sich manchmal die Ohren zuhalten müssen. Die Soundeffekte sind heute so gewaltig, dass sie zumindest subjektiv an die Schmerzgrenze gehen. Die Musik, aber auch die Geräusche, haben spätestens mit dem Dolby-Sound den Film verändert. Was Stereo-Klang für das eigene Heim war, war der Dolby-Surround für das Kino. Das System wurde 1985 eingeführt und 2009 durch Dolby 7.1 Surround noch erweitert. Erstmals war es damit möglich, ein räumliches Gefühl im Kino zu schaffen. Durch das Aufstellen von Lautsprechern im gesamten Kinosaal konnte zum Beispiel der Eindruck erweckt werden, dass sich von hinten Schritte nähern oder das ein Flugzeug üben den Kopf hinweg fliegt, auch wenn es bereits aus dem Bild verschwunden ist.

Digital-Sound brachte neue Möglichkeiten

Sound im Film hat aber auch durch den digitalen Sound eine neue Qualität bekommen. Es stehen heute viel mehr Effekte zur Verfügung als zu Zeiten, in denen Geräusche noch per Hand aufgenommen werden mussten oder man nur einen Synthesizer verwenden konnte. Gerade Science-Fiction-Filme haben hier viel Innovation gebracht, weil man geradezu gezwungen war, neue Geräusche für eine Laserpistole oder ein Laserschwert zu erfinden.

Durch noch bessere Soundsysteme im Kino, aber auch bessere digitale Aufnahmemöglichkeiten, ist Audio heute fast so wichtig wie Video geworden. Schon am Set oder gar beim Schreiben wird darüber nachgedacht, welche Effekte man braucht, um eine Szene noch lebendiger, meistens aber noch dramatischer zu machen. Dass das heute manchmal etwas zu weit geht, mag dem Zeitgeist und den technischen Möglichkeiten geschuldet sein.

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