Das Gehör verlieren bedeutet, dass man durch eine Schädigung nach oder auch vor der Geburt nicht mehr in der Lage ist, Geräusche ausreichend wahrzunehmen. Man kann das Gehör teilweise oder ganz verlieren. Manche Menschen verlieren es auch nur auf einer Seite, andere beidseitig. Oft ist der Hörverlust auch altersbedingt. Hörverlust hat andere Ursache als eine Taubheit, die seit der Geburt vorhanden ist und sich bereits sich im Fötus entwickelte.
Bei einem Gehörverlust lässt in den meisten Fällen die Leistungsfähigkeit der Haarzellen nach. Sie sind nicht mehr in der Lage, bestimmte Frequenzen aufzunehmen und als Impulse weiterzuleiten. Unterschieden werden in der Regel Probleme, die bei der Weiterleitung des Schalls auftreten und solche, bei denen es um das Empfinden der Geräusche geht. Eine dritte Möglichkeit sind neurale Ursachen.
Nicht alle Symptome kann man heilen
Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit hat der Schall Probleme, dass Innenohr zu erreichen. Die Ursachen können manchmal recht profan sein, zum Beispiel eine Ansammlung von Ohrschmalz oder auch Wasser nach dem Schwimmen. Auch Entzündungen im oder am Ohr können zu Schwellungen führen, die den Schall nicht in vollem Umfang durchlassen. In seltenen Fällen ist auch ein Tumor ein Grund für eine Schwerhörigkeit.
Bei den Empfindungsstörungen liegt die Ursache weiter im Inneren des Ohres. Meistens gibt es Defekte an der Hörschnecke, in vielen Fällen ist aber auch der Hörnerv betroffen. Dieser leitet die Impulse ins Gehirn weiter und bei einer Störung kommen fehlerhafte Informationen im Gehirn an.
Während man eine Schallleitungsschwerhörigkeit in den meisten Fällen therapieren kann, gibt es bei einem Problem im Innenohr bislang keine wirksamen Verfahren. Auch Chirurgen müssen bislang passen. Allerdings kann man mittlerweile die Hörfähigkeit durch ein Cochlea-Implantat bis zu einem gewissen Maße wieder herstellen. Auch ein aktives Hörimplantat kann Patienten helfen.