Als einen guten Sound bezeichnen wir meistens den Klang eines Lautsprechers oder von Kopfhörern. Damit meinen wir, dass sich die Klänge, die wir hören, nicht nur gut anhören, sondern auch anfühlen. Anders verhält es sich beim Thema Lärm. Als Lärm bezeichnet man zunächst einmal alle als störend wahrgenommene Eindrücke, die über unser Ohr aufgenommen werden. Dabei ist die Wahrnehmung sehr subjektiv. Manche Menschen empfinden Kindergeschrei als Lärm, andere sogar das Vogelgezwitscher. Zum Problem kann Lärm dann werden wenn:

  • Er physische Auswirkungen auf unsere Gehör hat.
  • Er psychologische Auswirkungen auf unser Befinden hat.

Lärm als Lautstärkeproblem

Wenn wir auf ein Konzert gehen, setzen wir uns bewusst einer Lautstärke aus, die fast schon an der Grenze des Erträglichen liegt. Wenn aber eine Baustelle neben unserer Wohnung jeden Tag tiefe Löcher bohrt, dann kann dies schon reichen, um unsere Hörzellen zu beschädigen. In den meisten Fällen braucht es einen bestimmen Schalldruck, um das Trommelfell zu schädigen. Bei den Haarzellen sieht es aber anders aus. Ein Messwert ist dabei der in dB(A) gemessen Schallpegel. Dieser kann bei einem Konzert schon bis zu 110 dB(A) betragen. In der Arbeitsstättenverordnung ist vorgeschrieben, dass er über 8 Stunden höchstens 85 db(A) betragen darf. Allerdings muss bereits bei einem Wert von 80 dB(A) Mitarbeitern ein Hörschutz abgegeben werden. Auch beim Musikhören bei voller Lautstärke kann man in den Bereich über 100 dB(A) kommen und damit einen Schaden anrichten. Dieser ist vor allem eine Beeinträchtigung der Funktion der Haarzellen. Sie können erst sehr hohe Töne nicht mehr verarbeiten und später auch die tiefen Töne nicht mehr. Haarzellen können, sind sie einmal beschädigt oder abgestorben, nicht mehr nachwachsen. Während sich das Trommelfell erholen kann, ist ein Haarzellenschaden irreparabel.

Dauerhafte Lärmbelästigung

Unter einer Lärmbelästigung verseht man eine dauerhafte Einwirkung von als Störung wahrgenommenen Geräuschen. Die meisten Deutschen geben bei Umfragen an, dass der Straßenverkehr für sie die größte Quelle von Lärmbelästigung ist, gefolgt von Lärm der Nachbarn. Zu einem psychologischen Problem wird Lärm aber meist erst dann, wenn er über einen längeren Zeitraum einwirkt. Fluglärm ist ein gutes Beispiel dafür. Er kann selbst unterhalb der Lärmgrenzwerte zu Schlaflosigkeit und anderen körperlichen Beschwerden führen. Menschen können durch Lärm aggressiv oder auch depressiv werden und oftmals sinkt in einem lauten Umfeld auch die Arbeitsfähigkeit.